All around Iceland

Motor an und los. Einmal die Ringstraße entlang, einmal Island umrunden. Ein Traum, den ich lange träumte. 2017 wird er endlich Realität. Ich packe meine Freundin und viel Fotoequipment ein und wir mieten uns ein Auto im VW Caddy-Format. Dieser soll für elf Tage und Nächte unser Zuhause sein.

Bei Temperaturen nahe des Nullpunkts gibt es Besseres als eine kleine Matratze im Kofferraum einer schlecht isolierten Blechbüchse. Manchmal verfluchen wir es, dass wir nicht einfach ins Warme geflogen sind. Doch spätestens dann, wenn wir wieder vor einem der unzähligen Natur-Spektakel stehen, sind wir einfach nur überwältigt.

Auf unserer Reise um die Insel nahe Grönland fühlen wir uns die meiste Zeit wie auf einem fremden Planeten. Es zeigen sich uns Landschaften auf, die wir vorher noch nie erlebt haben. Von kargen Mondlandschaften mit Stränden aus schwarzem Sand, über Gletscherseen gefüllt mit riesigen blau-leuchtenden Eisbergen bis hin zu Vulkangebieten, in denen es dampft und brodelt – selten habe ich auf meinen Reisen ein so fotogenes Land erlebt.
Mit jeder Abenddämmerung erwacht die Hoffnung, mir einen weiteren Traum erfüllen zu können: Nordlichter sehen. Wolkenverhangene Nachthimmel machen uns aber einen Strich durch die Rechnung – bis zu dieser einen Nacht, in der der ganze Himmel plötzlich in hellem Grün erstrahlt und Lichter über den Sternenhimmel tanzen.

Nach 2.600 km erreichen wir wieder unseren Ausgangspunkt Reykjavik. Im Gepäck zurück nach Deutschland stecken viele unvergessliche Erinnerungen – das war sicher nicht unsere letzte Reise ins Land von Feuer und Eis.

– Island Rundreise 2017